Der Thesenanschlag zu AhausWir brauchen eine neue politische EthikDie neue politische Ethik wird eine Ethik der Lebensförderung und Lebenssteigerung sein, vor allem dort, wo das Leben am meisten bedroht ist. Die neue politische Ethik setzt sich für eine allseitige Befreiung der Menschen ein und wird zugleich die Methoden der Befreiung kritisch befragen und darauf achten, dass sie der Solidarität unter den Menschen dienen. Die neue politische Ethik wird keine religiösen, nationalen oder rassischen Schranken anerkennen, sondern auf der grundsätzlichen Gleichheit aller Menschen bestehen, ausgestattet mit gleicher Würde und gleichem Recht. Die neue politische Ethik tritt für einen sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit der Erde als der Mitwelt der Menschen und dem Lebensraum der kommenden Generationen ein.
Deswegen stellt sich die neue politische Ethik gegen
Deswegen tritt die neue politische Ethik ein für
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PAX CHRISTI im Bistum Münster hat in den vergangenen Jahren bei vielen Gelegenheiten deutlichen Protest gegen die herrschende Atom-Politik formuliert und diesen Protest durch Gottesdienste, Politische Nachtgebete und Beteiligung an Demonstrationen deutlich gemacht. Die neuerliche Auseinandersetzung um Atom-Transporte von Rossendorf nach Ahaus in das sogenannte Zwischenlager veranlasst uns zu folgender
Erklärung
Wir stellen fest:
Wir nehmen Stellung
Wir fordern deswegen
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Stellungnahme des Pfarrgemeinderates
der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Ahaus zum Thema Castortransporte aus Rossendorf
der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt im Februar 2004 |
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Christen suchen nach einer verantwortlichen Haltung zur Atomenergie, denn dabei sind Fragen der Schöpfung, des Lebens und der Zukunft berührt. Mit Respekt vor den Christen, die die friedliche Nutzung von Atomenergie für verantwortbar und die Risiken für vertretbar halten, bezieht, der Pfarrgemeinderat folgende Position: 1. Unsere Gesellschaft leistet sich einen Energieverbrauch, den sie sich verantwortlich nicht leisten kann. 2. Politische Entscheidungen der Vergangenheit waren eine Antwort auf die Bedürfnisse von Menschen, die "immer mehr" wollten: Energie, Wohlstand, Konsum ... 3. Atomenergie ist - wegen der unvergleichbar schweren Folgen eines Unfalls - nur verantwortbar, wenn Herstellung, Betrieb und Entsorgung technisch absolut sicher sind. Absolut sichere Technik kann es nicht geben. Technik liegt immer in Menschenhand: Politische und menschliche Konstellationen können sich so verändern, daß die Sicherheitsgarantien gegenstandslos werden. 4. Atomenergie ist - wegen vieler ernstzunehmender Ängste - gesamtgesellschaftlich nicht konsensfähig. 5. Der - selbstverständlich gewaltfreie - Widerstand gegen das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus will deutlich machen: Der Ausstieg aus der Atomenergie muß nachdrücklich betrieben werden. 6. Unsere Generation hat die Verantwortung zu übemehmen für politische und gesellschaftliche Entscheidungen der Vergangenheit; anfallender Atommüll muß also gelagert werden. 7. Die ungeliebte, gefährliche Lagerung des Atommülls darf nicht einfach in andere Gemeinden, Landschaften oder Länder abgeschoben und auch nicht auf Städte wie Ahaus konzentriert werden. 8. Alternativen zu überlegen ist Sache der Politik, der Industrie und der Wissenschaft; ein verantworteter Umgang mit Energie ist Sache aller.
Kath. Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt Ahaus - Der Pfarrgemeinderat |